Kreuzgangkonzerte im Kloster Denkendorf
Im Kloster Denkendorf fanden in den Jahren 1971 bis 2009 Kreuzgangkonzerte statt, seit 1976 unter der künstlerischen Leitung von Peter Thalheimer. Nach 221 Veranstaltungen, in deren Mittelpunkt selten zu hörende Meisterwerke des 14. bis 20. Jahrhunderts standen, musste die Konzertreihe 2009 eingestellt werden, weil die Evangelische Landeskirche ihre „Fortbildungsstätte Kloster Denkendorf“ in der bisherigen Form nicht weitergeführt hat.
Das Archiv der Konzertprogramme gibt einen Einblick in die Idee der Konzertreihe: Im Zentrum standen Werke für verschiedene Flöteninstrumente in kammermusikalischer Kombination mit Singstimme(n), Tasteninstrumenten, historischen und modernen Streichinstrumenten, Holz- und Blechblasinstrumenten. Weil Wiederholungen weitgehend vermieden wurden, konnten etwa 1000 Werke von mehr als 500 verschiedenen Komponisten aufgeführt werden. Das Repertoire des 20. Jahrhunderts umfasste Uraufführungen (z. B. von H. Bornefeld, P. Hoch, K. M. Komma, K. Marx, H. G. Pflüger). Zahlreiche Werke des 18. und 19. Jahrhunderts erlebten in Denkendorf die erste Wiederaufführung seit ihrer Entstehungszeit.